Je länger die Corona-Krise anhält, umso mehr Menschen geraten in finanzielle Schwierigkeiten. Betroffen sind nicht nur bereits zuvor überschuldungsgefährdete Menschen, sondern zunehmend auch Menschen mit mittleren Einkommen. Viele Familien sind betroffen und geraten in finanzielle Not. Für den Herbst wird mit einem großen Ansturm von Ratsuchenden gerechnet. Doch die Soziale Schuld-nerberatung ist chronisch unterfinanziert. Bereits vor der Corona-Krise konnten nur 10 bis 20 Prozent der überschuldeten Menschen beraten werden. Einen Ansturm können die Beratungsstellen nicht bewältigen.
„Ohne eine bessere Ausstattung geht die Schuldnerberatung unter und viele überschuldete Menschen geraten ins soziale Abseits“, sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Die Diakonie dringt darauf, die Schuldnerberatungsstellen rasch personell und finanziell besser auszu-statten, um den erhöhten Bedarf an Beratung bewältigen zu können.

Diakonie Deutschland

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