Die Corona Pandemie hat sich auch auf die Schuldnerberatung ausgewirkt und vielfach zu Einschränkungen der Beratungsarbeit geführt. Sie bietet aber vielleicht auch Gelegenheit, sich mit bisherigen Entwicklungen und zukünftigen Herausforderungen für die Schuldnerberatung zu befassen. Eine gute Grundlage hierfür ist das im Beltz Juventa Verlag erschienene Buch „Geschichte der Schuldnerhilfe in Deutschland – Varianten und Entwicklungspfade aus Perspektive der sozialen Arbeit“. Es gibt erstmals einen ausführlichen Überblick über die historische Entwicklung der Schuldnerhilfe, des Schuldnerschutzes und der Schuldnerberatung in Deutschland. Die Autoren Uwe Schwarze, Professor an der Hochschule Hildesheim, Heinrich Wilhelm Buschkamp, langjähriger Fachreferent Schuldnerberatung und Leiter von zwei Beratungsstellen beim Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW und Alexander Elbers, Leiter der Schuldnerberatung Dortmund der Grünbau gGmbH und Fachreferent Schuldnerberatung für den Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW veranschaulichen die Entwicklungspfade hin zur modernen Schuldnerhilfe aus Perspektive der Sozialen Arbeit. Dabei spannen sie einen Bogen von den frühen Ursprüngen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, beschreiben die Etablierung der Schuldnerberatung als ein sozialberufliches Arbeitsfeld und befassen sich ausführlich mit dem Wandel in den Jahren 2001 bis 2015. Die Darstellungen der Entwicklung des Verbraucherinsolvenzverfahrens und insbesondere der Überblick über die Reformgeschichte der Verbraucherinsolvenz werfen ein bemerkenswertes Schlaglicht auf die derzeitige Reformdiskussion und sind auch für das Verständnis der aktuellen Reformdebatte von besonderen Interesse. Das lesenswerte Buch ist ein wichtiger Beitrag zur historischen Einordnung der Schuldnerberatung. Es ist im Buchhandel erhältlich und kann auch beim Verlag direkt bestellt werden. Das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe gibt es hier: Geschichte der Schuldnerhilfe in Deutschland

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