Die Zahl aller Insolvenzen in Deutschland hat laut einer Analyse von Creditreform um fast 60% zugenommen. Im Jahr 2021 würden nach Einschätzung der Wirtschaftsauskunftei insgesamt 122.100 Insolvenzfälle registriert werden. Im Vorjahr (2020) seien es 76.730 Fälle gewesen. Dieser Anstieg sei vor allem auf den Zuwachs bei den Verbraucherinsolvenzen (plus 80,9%) zurückzuführen. Dagegen sei die Zahl der Unternehmensinsolvenzen weiter rückläufig.
Creditreform sieht „ausschlaggebend“ für den Anstieg dieser Insolvenzen das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens. Insgesamt werde es in 2021 76.500 Verbraucherinsolvenzverfahren geben gegenüber 42.300 im Jahr 2020. Es habe sich in den letzten Jahren bei den Verbraucher*innen „ein hohes Überschuldungspotenzial aufgebaut“. Angesichts der Erleichterungen bei der Schuldenbefreiung sei „eine weiterhin hohe Zahl an Privatinsolvenzen in den Folgejahren zu erwarten“ (Analyse Creditreform, Seite 3).

Pressemeldung Creditreform vom 08.12.2021

Analyse Creditreform, Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2021

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