Die Pandemie hat viele Menschen in eine schwierige finanzielle Notlage gebracht. Trotz rückläufiger Zahlen erwartet auch die Creditreform, dass sich in Zukunft wieder mehr Haushalte verschulden und überschulden werden.
So ergab die Umfrage der AG SBV im Juli 2021, dass sich die Anzahl der Anfragen im Vergleich zum Zeitraum vor der Pandemie bei zwei Drittel der befragten Beratungsstellen erhöht hat. Fast 50 Prozent der Beratungsstellen berichteten von einem Anstieg zwischen zehn und dreißig Prozent; rd. ein Fünftel beobachtete sogar eine Zunahme des Beratungsbedarfs um mehr als 30 Prozent. Deutlich wurde, dass ein erhöhter Informations- und Aufklärungsbedarf von (Solo-)Selbstständigen (44 Prozent), von Personen in Kurzarbeit (41 Prozent) und Erwerbstätigen (33 Prozent) besteht.
Die Umfrageergebnisse sind in die Lobbyarbeit der AG SBV eingeflossen und haben nicht zuletzt auch die politisch verantwortlichen Akteure beeindruckt. Im Ergebnis wurde der Ausbau der Schuldner- und Insolvenzberatung im Koalitionsvertrag benannt.
Die zweite Stufe der Umfragen soll helfen, weiterhin valide Aussagen zu treffen und mögliche Entwicklung zu erfassen. Je besser die Datenlage ist, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Interessierte Beratungsstellen können bis zum 21. Februar an der Onlineumfrage unter dem folgenden Link mitwirken: http://umfragen.agsbv.de/index.php/348768

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