Aufgrund ausbleibender Gaslieferungen aus Russland müssen Importeure unter hohen Kosten Ersatz beschaffen – sie werden durch eine Umlage dabei unterstützt, die an die Verbraucher*innen weitergereicht wird. Um die Belastungen für private Haushalte durch gestiegene Gaspreise abzufedern, wird die Mehrwertsteuer auf Gas von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt. Die Fälligkeit der Gasumlage soll
nun auf Ende Oktober 2022 verschoben werden (aktuell ist auch ein Verzicht auf die Umlage möglich).
Die Gasumlage beträgt rund 2,4 Cent pro Kilowattstunden (kWh) netto. Hinzu kommen weitere Umlagen und sodann die (neue) Mehrwertsteuer von 7 Prozent. Für Gaskund*innen bedeutete dies laut einer Modellrechnung des Deutschlandfunks für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kwh insgesamt 653 Euro Mehrbelastung, häufig dürften es weit mehr sein. Laut Information zum Beispiel der Stadt Dortmund ergeben sich durch die „Preisanpassung für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 12.000 kWh Mehrkosten von rund 830 Euro brutto“.

FAQ der Bundesregierung zur Gasumlage; Kurzmeldung (hib) des Bundestages vom 19.09.2022; Deutschlandradio vom 05.09.2022; Stadt Dortmund, Mitteilung vom 13.09.2022

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