Die Panelstudie ist die fünfte Phase einer seit 1997 laufenden Langzeitstudie zur Kinder- und Jugendarmut. In ihr wurde Armut im jungen Erwachsenenalter quantitativ und qualitativ untersucht.
Im Volksmund heißt es „Einmal arm, immer arm“, – doch ganz so vorgezeichnet sind die Biographien armer Kinder nicht. Die AWO-ISS-Langzeitstudie bestätigt zwar, dass Armut in der Kindheit das Leben von Menschen langfristig belasten kann. Die Studie zeigt jedoch auch: Armut in der Kindheit ist kein Lebensschicksal. Ein Drittel der Kinder in armutsbelasteten Familien bleiben auch im jungen Erwachsenenalter arm. Der Übergang ins junge Erwachsenenalter ist eine Chance, der Armut der Familie zu entrinnen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Ausstiegschancen steigen, wenn an diesen sensiblen Übergangsphasen im Leben passende soziale Dienstleistungen und ein funktionierendes soziales Netz bestehen. Was es also braucht ist eine stärkere präventive Ausrichtung – einen Paradigmenwechsel, der Armut im Vorhinein verhindert.

https://www.awo.org/sites/default/files/2019-11/191104_Br_Armut_im_CV_bf.pdf

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